PRESSEMITTEILUNGEN AUS AKTUELLEM ANLASS


Der Letzte macht das Licht aus

Hospitality Branche funkt SOS  

FBMA erwartet Rettungsschirm von der Politik 

Wiesbaden 10/2020.   Die Mutigen werden siegen! Aber was tun, wenn das Eis dünn ist und schon deutliche Risse zeigt? Wenn das sichere Ufer in weiter Ferne liegt und keine helfende Hand sich ausstreckt? Bleibt es bei nassen Füssen oder ist der Untergang vorprogrammiert? Die Hospitality Branche kämpft – und oft ist es ein Kampf ums Überleben. 

Bisher ist man den Weg klaglos mitgegangen, hat Ängste mit Arbeit zugedeckt und all‘ das umgesetzt, was gefordert ist. Fast alle haben es richtig gut hinbekommen. Die Situation ist im Griff. Doch jetzt schnüren die neuen Verordnungen der Branche die Luft ab. Es wird richtig eng. Wer kann sich das noch leisten – und wie lange noch? Bange Fragen, die verhallen. Man fühlt sich allein gelassen von der Politik. Die Branche steht mit dem Rücken zur Wand, doch sie steht zusammen und ihr Ruf an die Politiker wird immer lauter. Auch die Food & Beverage Management Association, FBMA, stimmt mit ein und fordert Konzepte, die tragen und Mut machen, durchzuhalten.  Mit Kurzarbeitsgeld und Mehrwertsteuersenkung allein ist es nicht getan. Jetzt braucht es neue Überbrückungsmodelle, die dafür sorgen, dass der Winter nicht zum wirtschaftlich aussichtslosen Überlebenskampf wird. 


FBMA Präsident Oliver Fudickar bringt es auf den Punkt: „Wie kaum eine andere Branche haben die Kollegen und Kolleginnen mit all‘ ihrer Kraft reagiert und ihre Betriebe in Rekordzeit auf Corona Kurs gebracht. Mehr noch: Viele haben in der Krise investiert und somit die Voraussetzungen geschaffen, dass man sich sicher fühlen darf. Und doch dreht man der gesamten Branche sukzessive den Saft ab. Man beraubt Menschen, für die Gastfreundschaft mehr ist als ein Schlagwort, ihrer Ideale und ihrer Existenz“

Zudem weist Fudickar auf aktuelle Studien hin, die belegen, dass von Betrieben, die auf die Vorschriften achten, kaum Gefahr ausgeht, sich anzustecken. Die kritischen Punkte liegen in anderen Bereichen und vor allem in der Hand jedes Einzelnen. Als eine der ältesten Branchenplattformen appelliert die FBMA im Schulterschluss mit den Kollegen weiterer Verbände und Communities an die Politik, die Augen vor der dramatischen Situation, in der sich das Gastgewerbe befindet, nicht zu verschließen sondern dafür Sorge zu tragen, dass in den Gaststuben und in den Hotels, in den Küchen und den Veranstaltungsräumen das Licht nicht ausgeht – für immer. 

Wirksame Hilfen und klare Perspektiven – jetzt !  

Pressemitteilung der deutschen Getränkewirtschaft (2. November 2020)


Die Beschlüsse von Bund und Ländern zur heute in Kraft getretenen Schließung von Gaststätten, Bars, Clubs, Diskotheken und Kneipen haben nicht nur für die Gastronomie dramatische Auswirkungen. Auch die Getränkewirtschaft mit mehreren tausend mittelständischen und handwerklichen Betrieben wird durch die Maßnahmen massiv belastet. Die Verbände der Getränkewirtschaft erklären sich solidarisch mit Gastronomie und Hotellerie – sie sind und bleiben unsere wichtigsten Partner.


Ob Restaurant, Hotel oder die Kneipe um die Ecke – das Gastgewerbe hat in den vergangenen Monaten immense Anstrengungen geleistet, um die Vorgaben für den Infektionsschutz umzusetzen. Die Corona-Pandemie stellt für die gesamte Gesellschaft eine sehr ernsthafte Bedrohung dar. Viele Betriebe sind deshalb teilweise noch über die staatlichen Standards hinausgegangen und haben bis zuletzt in Hygienekonzepte und Außenbereiche investiert, um auch während der kalten Jahreszeit für Gäste und Mitarbeiter einen sicheren Betrieb gewährleisten zu können. Umso bitterer ist es für die Gastronomie, dass nun ein erneuter Lockdown erfolgt, der die existenzbedrohten Betriebe nach einer kurzen Phase der Erholung zur Schließung zwingt. Zu Recht weist die Gastronomie auf das hohe Maß des Infektionsschutzes hin und stellt die Frage, wie viele der bisher nachgewiesenen Infektionen tatsächlich auf Gaststätten oder Hotels zurückzuführen sind. Wir sind überzeugt: Nur wenn politische Entscheidungen auf einem festen wissenschaftlichen Fundament stehen, werden sie ein Höchstmaß an Akzeptanz finden. Die Schließung der Gastronomie dürfte dazu führen, dass sich noch mehr soziale Kontakte ins Private verlagern und damit ins Unsichtbare, wo sie wirksamen Hygienekonzepten und einer Nachverfolgbarkeit entzogen sind.


Begründet wurde die erneute Schließung der Gastronomie von Bund und Ländern damit, dass im Gegenzug andere Bereiche der Wirtschaft und der Gesellschaft geöffnet bleiben können. Wenn der Staat mit Blick auf das Gemeinwesen gezielt einen einzelnen Wirtschaftsbereich besonderen Belastungen aussetzt, steht er in der Pflicht, die betroffenen Betriebe und Mitarbeiter auch besonders zu unterstützen. Wir begrüßen die Absicht der Bundesregierung, „massiv wirtschaftliche und finanzielle Hilfe anzubieten“. Und wir erwarten, dass die angekündigten Hilfen nunmehr schnell und unbürokratisch auf den Weg gebracht werden. Es muss aber auch sichergestellt sein, dass über die Gastronomie hinaus ähnlich schwer betroffene Betriebe der (Liefer-)Kette eine Unterstützung erhalten, die diesen Namen verdient und das Überleben dieser Betriebe sichert.


Gaststätten und Hotels, Kneipen und Bars, Clubs und Caterer, Event- und Konzertveranstalter, Getränkewirtschaft und andere Zulieferer – sie alle brauchen nicht nur Unterstützung, sondern auch eine klare Perspektive für die Zukunft. Viele dieser familiengeführten Unternehmen stehen in der Corona- Krise am Abgrund und erwarten eine
Politik mit Augenmaß, die bereit ist zu einer ehrlichen Analyse der Situation, einschließlich der zeitlichen Horizonte, und einer offenen Diskussion notwendiger Maßnahmen. Ziel muss es sein, Unsicherheit zu ersetzen durch Strategien, die den Gesundheitsschutz der Bevölkerung sicherstellen und gleichzeitig das Überleben von unverschuldet in Not geratenen Betrieben.



FBMA IN DER PRESSE

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09.10.2020

PResstaurant: Das Beherbergungsverbot verdunkelt die Hoffnungsschimmer am Horizont der Gastro-Branche

Auch die FBMA Food & Beverage Management Association, eine der größten und ältesten Branchenplattformen im deutschen Gastgewerbe, erhebt ihre Stimme, denn jetzt geht es ums Ganze – um die Zukunft von vielen tausend Menschen. Und es geht auch um all‘ die schönen Dinge, die das Leben lebenswert machen: um das Genießen und um das Reisen.
FBMA Präsident und Executive Director DACH der Vienna House Hotelgruppe Oliver Fudickar bewertet das Beherbergungsverbot als einen neuen herben Schlag für die Branche. Mehr noch: Es führe zu einer wachsenden Verunsicherung. Auch für die Betreiber von Bars, Diskotheken und Kinos sind die als Gebot der Stunde deklarierten Maßnahmen nicht nachvollziehbar und in der Konsequenz kaum umsetzbar. Ein Flickenteppich mit vielen Unwägbarkeiten. Realitätsfern, bürokratisch und glatter als jedes Parkett. „Vielen Kollegen wird so der Boden unter den Füßen weggezogen“, so Fudickar.
Auf Grund der aktuellen Sachlage sieht sich die FBMA heute umso mehr in der Pflicht, die Stimme für ihre Mitglieder, aber auch für alle Vertreter der Branche zu erheben und dafür zu kämpfen, dass der Erlass von durchführbaren Schutzmaßnahmen, die wirklich Sinn machen, aktiv vorangetrieben wird. „Unsere Branche meistert seit Monaten die Corona-Krise mit guten Hygienekonzepten und versucht vorbildlich, alle Regeln zum Offenhalten der Betriebe umzusetzen, so Fudickar. Doch die nun neu erlassene Vorgabe des Beherbergungsverbotes für Menschen aus Corona Hotspots stelle für die Branche nicht nur einen erheblichen Mehraufwand dar, sondern stehe auch in keinem Verhältnis zu den derzeitigen Umsatzsituationen, fügt der FBMA Präsident an.
Neben düsteren Zukunftsszenarien und dem administrativen Aufwand, den all‘ die neuen Maßnahmen erfordern, treiben Fudickar und die Kollegen aus dem FBMA Vorstand weitere Themen um. Allen voran geht es ums Überleben vieler Betriebe, denn ihre finanzielle Situation ist mehr als angeschlagen. Deshalb unterstützt auch Kerstin Rapp-Schwan, FBMA Vorstand Gastronomie und Inhaberin der Schwan Restaurants in Düsseldorf, vehement den dringenden Wunsch der Branche, erneut und zielführend mit der Politik in den Austausch zur Mehrwertsteuersenkung zu gehen. Bereits in acht Monaten läuft die Mehrwertsteuersenkung aus. Dann endet eine der echten Hilfen fürs Gastgewerbe.
Hier fordert die FBMA ein klares Votum der Bundesregierung, das nicht nur administrative Prozesse auf die Branche abwälzt. Mit einer längerfristigen Senkung und Ausweitung auf Getränke können Gastronomen die existenzgefährdenden Umsatzeinbußen in diesem Jahr auf lange Sicht einigermaßen kompensieren. Denn in einigen Monaten werden Stundungen fällig, Kredite müssen getilgt werden und vieles mehr. Was die Gastronomie jetzt braucht, ist eine langfristige wirtschaftliche Perspektive“ sagt Torsten Petersen, Vorstand der FBMA und Geschäftsführender Gesellschafter der Enchilada Franchise GmbH.
Mit großer Sorge blickt auch Otmar Mutzenbach, FBMA Vize-Präsident und Geschäftsführer Schneider Weisse Bräuhaus München, in Richtung Herbst/Winter. „Allein mit Heizpilzen und Veranstaltungsinseln werden wir die Welt nicht retten. Wir brau-chen neue kreative Ansätze, aber das sagt sich so leicht, denn Patentrezepte gibt es nicht. Die Maßnahmen müssen an die jeweiligen Gegebenheiten vor Ort angepasst werden – und das ist oft schwer und muss auch finanziell zu stemmen sein“ so Mutzenbach.
Des Weiteren wartet der gesamte Veranstaltungsmarkt auf eine Perspektive und das Geschäft der Caterer und Event Location Betreiber liegt weiterhin am Boden. „Nun werden bereits die ersten Messen bis Ende März abgesagt“, so Georg W. Broich, Vorstand Catering der FBMA und Inhaber der Broich Premium Catering aus Düsseldorf. „Doch noch ist der Ofen nicht aus. Das Feuer brennt weiter in den Herzen der F&B Branche. Es ist bereits eine Minute vor 12 und somit Alarmstufe Rot“, ergänzt Oliver Fudickar. An der Bereitschaft, gemeinsam erarbeitete und sinnvolle Maßnahmen vollumfänglich umzusetzen, mangele es nicht. „Eindämmung der Pandemie und Schutz der Menschen haben immer Vorrang. Die aktuelle Situation erfordert Flexibilität und realitätsnahe Entscheidungen. Nur so wird unsere systemrelevante Branche nach den anstehenden schwierigen Herbst- und Wintertage noch das Frühlingserwachen erleben“ resümiert das Vorstandsteam der FBMA Deutschland.

Original: https://www.facebook.com/PResstaurant/posts/898503964010904

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Pressekontakt:
Lydia Malethon
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